feine Pflanzenpoesie

Sonnenkocher
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Kochen mit dem Sonnenkocher
(mmmh, weisch wie fein!)

Entgegen der weitverbreiteten Meinung, der Sonnenkocher sei nur in südlichen Ländern einsetzbar, leistet er auch hier in der Schweiz wunderbare Dienste. Der Sonnenkocher verursacht keine Schadstoffe und verbraucht keine Energieressourcen.

Er benötigt einzig direktes Sonnenlicht, damit die erforderlichen Temperaturen erreicht werden. Dabei liegen 140 Grad durchaus drin, 120 Grad reichen jedoch zum Gratinieren und gar zum Brot backen völlig aus. Ab ca. 100 Grad kann gegart, ab 80 Grad gedämpft werden. Der Geschmack von so zubereiteten Speisen ist unvergleichlich!

Der Sonnenofen funktioniert nach dem Prinzip der Wärmefalle. Kurzwelliges Sonnenlicht durchdringt dabei die Glasscheiben und wandelt sich beim Auftreffen auf feste Körper in langwellige Wärmestrahlen. Durch diesen Treibhauseffekt entsteht Energie, die im isolierten Innenraum des Sonnenofens gespeichert und zu Kochzwecken genutzt wird. Das Kochgut gart dadurch bei steter Umgebungstemperatur und gleichbleibendem Dampfdruck und kann daher weder anbrennen noch überkochen.

Das Essen wird in einem schwarzen Topf mit Deckel zubereitet und im Sonnenofen in die direkte Sonne gestellt. Etwa alle Stunden den Ofen und den Reflektor neu zur Sonne hin ausrichten optimiert die Kochzeit. Es funktioniert aber auch mit weniger. Nach etwa 2 Stunden ist das Essen gar! Bei einem vorgeheizten Ofen verringert sich die Kochzeit. Man muss weder umrühren noch den Kocher überwachen. Es brennt nichts an! Durch das schonende Garen entwickeln die Speisen ihren unvergleichlichen Geschmack.

Was kocht man im Sonnenkocher?

Kartoffeln, Gratins, Aufläufe, Gemüse, Suppen, Getreide, Reis, Ratatouille, Kuchen, Brote etc. Kurz, alles, was gegart wird, gelingt im Solarofen. Nicht geeignet ist diese Kochart für die Zubereitung von Pasta. Rezepte finden sich hier: Rezepte und Tipps Sonnenkocher

Nebst dem Kochen von Speisen schmelzt der Sonnenkocher auch Bienenwachs, erwärmt die Fettphase in der Salben- und Seifenherstellung und hilft beim Ausziehen des Farbstoffes von Pflanzen im Färberhandwerk. Er kann aber auch pasteurisieren, sterilisieren oder einfach Wasser für den Kaffee bereitstellen. Und bei all dem wirken die Sonnenkräfte unmittelbar mit ihren segensreichn Schwingungen auf die Gerichte, Substanzen etc. ein. So nährt uns die Sonne gleich doppelt: einerseits durch die in der Nahrung enthaltene gespeicherte Sonnenkraft und andererseits bei der Zubereitung im Sonnenkocher!

Kochen mit der Sonne schont die Umwelt und nährt den Bauch!

Buchtipp: "Kochen mit der Sonne" von Rolf Behringer und Michael Götz
ISBN 978-3-93689-39-8 erschienen im Oekobuch Verlag (inkl. Bauanleitung für einen ULOG Boxkocher)

Rezepte Sonnenkocher